Alex im Wunderweb

»O, Ohren und Schnurrbart, wie spät es ist!«

Selbermachen: Drei Wege zum individuellen Geschenk 24. Dezember 2007

Gespeichert unter: Design, Web — Alex @ 00:13

Weihnachten – Zeit der verzweifelten Suche nach dem passenden Geschenk. Oder richtiger (und schlimmer): nach den passenden Geschenken! Selbstgemachtes liegt dabei voll im Trend. Das sieht man nicht zuletzt an Auswüchsen wie der „Buy handmade„-Bewegung. Praktischerweise gibt es ja auf Weihnachtsmärkten wie im Internet allerlei Handgemachtes zu erstehen.

Noch besser als Handgemachtes zu kaufen ist natürlich – klar, es selbst zu machen. Was aber tun, wenn man mit zwei linken Händen geschlagen ist? Das kann in letzter Zeit immer weniger als Ausrede gelten lassen: Im Netz gibt es mehr und mehr Möglichkeiten, die dem heimlichen Hobbydesigner das Leben erleichtern. Ich möchte hier kurz drei von ihnen vorstellen:

Für Fans von „Designer Toys“ bietet fabidoo, ein deutsches Startup, die ideale Geschenkidee: Es gibt verschiedene Figuren-Grundformen, die durch Farben, Bilder und Text im Online-Editor frei gestaltet werden können. Wenn man mit seiner Kreation zufrieden ist, kann man die Produktion des Figürchen in Auftrag geben. Das Zauberwort dabei: 3D-Druck, eine Form des Rapid Prototyping oder Rapid Manufacturing. Nach ca. 1 Woche liegt dann das zwischen 2 und 6 cm große fabidoo-Unikat in der Post und freut sich darauf, verpackt und weiterverschenkt zu werden.

Einen Schritt weiter bei der Gestaltungsfreiheit geht Ponoko. Hier gibt es abgesehen von Größenbeschränkungen beinahe keine Vorgaben: Man kann seine eigenen Entwürfe als .eps-Datei für 2D- und 3D-Objekte (zum Zusammenbauen) hochladen und aus verschiedenen Materialien wie Acryl oder MDF auswählen, die dann entsprechend der Entwürfe per Laser zugeschnitten werden. Die Teile werden dann als Bausatz an den Kunden geliefert. Möglich ist mit dieser Methode einiges – vom Mobile zum Möbel. Nachteil: Man muss ausreichende Kenntnisse im Umgang mit Vektorgrafik-Software haben, um die Entwürfe herzustellen. Außerdem dauert die Produktion eine Weile, es gibt keine Garantie, dass man beim ersten Entwurf alles richtig gemacht hat, sodass der Prototyp gleich „funktioniert“ (man muss sich ja nur mal ein bisschen Vermessen haben…) und zu den nicht sofort überschaubaren Kosten kommt die längere Versandzeit. Fazit: Nicht für Last-Minute-Geschenke geeignet, aber für ambitioniertere Projekte sicherlich ein guter Anlaufpunkt.

Nicht zuletzt kann auch ein schönes Gewand für Freude bei, nunja, in dem Fall: der Beschenkten sorgen. Umso mehr, wenn man dann guten Gewissens sagen kann: Dieses Kleid gibt es nur einmal auf der Welt! Möglich wird dies mit StyleShake. Mithilfe eines einfachen Online-Editors kann man hier sein (oder jemand anderes) Traumkleid zusammenstellen: Verschiedene Stoffe stehen zur Auswahl, das Kleid wird aus mehreren Einzelteilen wie Ärmeln, Oberteil, Rock aufgebaut, für die jeweils ein eigener Stoff festgelegt werden kann. Unglücklicherweise konnte ich nicht wirklich etwas über die Preispolitik herausfinden und bei der Anmeldung scheint es derzeit Probleme zu geben (oder liegt es an mir?). Aber vom Prinzip gefällt mir die Idee – und für das eine Kleid gibt Frau ja auch gerne mal ein paar Euro mehr aus…

Für dieses Jahr sind natürlich schon alle Geschenke besorgt – und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass sich darunter nicht ein einziges Selbstgemachtes befindet. Wie immer kam Weihnachten eben mal wieder viel zu schnell… Also ein Punkt mehr auf meiner Gute-Vorsätze-für-2008-Liste!

Um hier aber wenigstens noch einen persönlichen Weihnachtsgruß zu hinterlassen, habe ich natürlich weder Kosten noch Mühen gescheut und dieses brandheiße Video im Schweiße meines Angesichts aufgenommen:

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In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!